Foto: Verena Eidel
Foto: Peter van Heesen
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Foto: Verena Eidel
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STADT DER TEUFEL

Operetten-Radau mit glanz&krawall, Franz von Suppé und Michail Bulgakow

Hinweis: In der Vorstellung werden Stroboskop-Effekte verwendet.

 

Der Teufel ist in der Stadt! Im Heimathafen Neukölln lädt Satan Voland mit seiner Entourage zu einem düsteren Ball. Er ist mit seinen teuflischen Ministern Mefisto und Behemoth in geheimer Mission unterwegs, denn in der Hölle ist eine Revolution ausgebrochen. Die Unterteufel fordern Umverteilung und die Abschaffung sämtlicher Herrschaftsprivilegien sowie des satanischen Credos, das da lautet: BÜCK DICH HOCH. Nervig! Satan Voland, selbst ernannter Monarch, Patriarch und Experte für alles, sucht dringend seinen Hilfssheriff Belzebubi, um den Aufstand niederzuschlagen. Doch Belzebubi befindet sich im Urlaub auf der Erde und ist anscheinend in irgendeine*n Erdenbürger*in gefahren – aber in wen? Überhaupt, was ist mit diesen Menschen los, denen Satan Voland seit 200 Jahren nicht mehr begegnet ist und die jetzt nur noch einkaufen und Karriere machen wollen? Und wer ist eigentlich diese Margarita, die unangemeldet auf dem Ball auftaucht und ihrerseits die Verfolgung des Satans aufnimmt?

Im März 2024 starten glanz&krawall im Heimathafen Neukölln mit STADT DER TEUFEL ihre groß angelegte Demontage des neoliberalen Imperativs vom Karrierismus. Die Musiktheatergruppe beackert dafür erstmals das Genre der Operette und kehrt zu deren Kerngedanken zurück: In den Unterhaltungstempeln für Radau und gute Laune zu sorgen. Dafür mixen glanz&krawall Franz von Suppès Operette »Der Teufel auf Erden« (Wien, 1878) mit Passagen aus Michail Bulgakows Roman »Der Meister und Margarita« (Moskau, 1939) zu einem diabolischen Cocktail der Gegenwart. Welchen Verführungen sind wir hier in der teuflischen Ursuppe von Patriarchat und Kapitalismus ausgesetzt? Wann und warum löffeln wir sie aus? Und wie können wir uns aus dieser vertrackten Situation befreien?

In glanz&krawalls Teufeliade bekommen die Mächtigen ebenso ihr Fett weg wie alle kleineren Rädchen, die das System beständig am Laufen halten. Sänger und Performer Cora Peter Frost begibt sich als Höllenfürst mit seiner Bagage auf die Suche nach den Teufeleien der Gegenwart. 3/4-Takt trifft auf Pop-Rock, billige Zaubertricks auf diabolische Mystik, Kiezchor auf klassischen Gesang und Schauspiel auf Stadtfest. Are you motherf***ers ready for the old shit?

Am 26.4. findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch in Kooperation mit Theaterscoutings statt.

Journal — Mehr Einblick in die Hintergründe zum Stück gibt es im Interview mit Dennis Depta und Marielle Sterra.

 

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PerformanceOperetteSaalTheater
Besetzung

Mit: Dennis Depta, Sarah Taylor Ellis, Peter Frost, Jolene Holst, Eva Hüster, Pia Hüttl, Kat Papachristou, Felix Witzlau und Quartierchor Nachtigall

Konzept, Künstlerische Leitung: Dennis Depta, Marielle Sterra (glanz&krawall)
Regie: Marielle Sterra
Dramaturgie: Dennis Depta
Musikalische Leitung: Sarah Taylor Ellis
Einstudierung und Leitung Chor: Merlind Constanze Pohl
Bühne: Robert Kraatz
Kostüme: Sophie Schliemann
Produktionsleitung: ehrliche arbeit (Anka Belz)
Regie-Assistenz: Madeleine Behrendt

Veranstalter

Eine Produktion von glanz&krawall in Kooperation mit dem Heimathafen Neukölln, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Regulär: 29,60 € (inkl. VVK-Gebühren)
Ermäßigt: 18,60 € (inkl. VVK-Gebühren)

Bestuhlt (Saal) / Freie Platzwahl / Ticketinformationen

Dauer: 135 Minuten (ohne Pause, Bar geöffnet)

»Die Hölle liegt an der Karl-Marx-Straße«

»Man nickt im Takt und ahnt: Die Hölle ist hier auf Erden. Sympathischer, witziger, und klüger hat man das lange nicht erfahren dürfen. [...] (Entstanden ist) ein abgefahrener, lustiger, und anarchischer Abend.«

Felix Müller (Berliner Morgenpost)
»Die Hölle liegt an der Karl-Marx-Straße«

»Das Musiktheaterkollektiv glanz&krawall schickt Cora Peter Frost als Satan in die Gegenwart – und zettelt ein mitreißendes Chaos an.«

Felix Müller (Berliner Morgenpost)
»Pointiertes Remidemmi im Heimathafen Neukölln.«

»[Hier] entsteht, was glanz&krawall als »Operetten-Radau« labeln. Zu Recht darauf zielend, dass die Kunstgattung mal für ihr widerständiges Potenzial bekannt war, statt für parfümiertes Geschunkel.«

Patrick Wildermann (Tagesspiegel)
»Die Hölle liegt an der Karl-Marx-Straße«

»[glanz&krawall] sind furchtlose Grenzgänger zwischen den Genres und Erzählformaten, der Name ist Programm.«

Felix Müller (Berliner Morgenpost)

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