Foto: Cihan Cakmak

SIBEL SCHICK

»Weißen Feminismus canceln. Warum unser Feminismus feministischer werden muss« Sibel Schick im Gespräch mit Ozan Zakariya Keskinkılıç

Sich selbst als Feminist*in zu bezeichnen, hat Konjunktur, aber das heißt noch lange nicht, dass der Mainstream-Feminismus diesen Namen verdient hätte. Von ihm profitieren in Deutschland nämlich nur wenige: privilegierte, heterosexuelle und cisgeschlechtliche weiße Mittelschichtsangehörige. Und die Ausbeutung aller anderen wird in die Unsichtbarkeit gedrängt.

Wenn wir in einer freien Gesellschaft leben möchten, die echte Gleichberechtigung für alle Menschen fordert, muss sich vieles ändern: in unserem Zusammenleben, der Politik, online, im Job und überhaupt in unserem Demokratieverständnis. Schritt für Schritt analysiert Sibel Schick die Ausschlussmechanismen des weißen Feminismus anhand aktueller gesellschaftlicher Debatten und bricht dabei mit Traditionen und Erwartungen. Ein hochrelevantes Plädoyer für eine gerechtere Welt.

»Mehrfach marginalisierte Menschen profitieren von den Maßnahmen des weißen Feminismus im Großen und Ganzen nicht, weil diese Maßnahmen an ihrer Lebensrealität vorbeigehen und teilweise auch aktiv zu ihrer Benachteiligung und Diskriminierung führen.« Sibel Schick

 

»Weißen Feminismus canceln« erscheint am 27. September 2023 im S. Fischer Verlag

 

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Besetzung

Sibel Schick, 1985 in Antalya geboren, ist freie Autorin, Journalistin und Kolumnistin. Seit 2009 lebt sie in Deutschland, seit 2016 schreibt sie Texte über Feminismus, Rassismus und die Türkeipolitik. Ihre Kolumnensammlung »Hallo, hört mich jemand?« erschien 2020 bei Edition Assemblage. Bis 2021 war sie Kolumnistin des »Missy Magazine«, sie kolumniert für »nd« und »Campact«, schreibt Artikel für diverse Medien. Ihr Newsletter »Saure Zeiten« erscheint monatlich.

Ozan Zakariya Keskinkılıç ist Politikwissenschaftler, freier Autor und Lyriker. Er forscht und lehrt an Berliner Hochschulen u. a. zu (antimuslimischem) Rassismus, Antisemitismus, Orientalismus sowie zu Erinnerung und widerständiger Kunst- und Kulturproduktion. 2021 wurde er als Mitglied in die Berliner Expert*innenkommission gegen antimuslimischen Rassismus berufen, seit 2020 ist er Beiratsmitglied am Museum für Islamische Kunst. Regelmäßig publiziert er zu gesellschaftspolitischen Themen, u. a. auf Zeit Online und zdf heute. Neben wissenschaftlichen Texten schreibt er Essays, Prosa, Hörstücke und Lyrik. Im Herbst 2022 erschien sein Gedichtband »prinzenbad«.

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Veranstalter

Eine Veranstaltung der Saalbau Neukölln Kultur & Veranstaltungs GmbH in Kooperation mit Literatur LIVE

Regulär: 16,00 €
Ermäßigt: 12,00 €

Dauer: 90min (ohne Pause)

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