WILLKOMMENSPOPKULTUR


Popkulturpolitik #5

Es ist beachtlich, wieviele Kulturschaffende aus Pop- und Subkultur sich seit dem Höhepunkt der sogenannten Flüchtlingskrise im letzten Jahr (und spätestens mit dem Segen Angela Merkels) mit den in Deutschland gestrandeten Migrant_innen solidarisierten. Doch spätestens mit dem Medienecho auf die Ereignisse der Kölner Silvesternacht und dem Erstarken rassistischer Ressentiments in der Mitte der deutschen Gesellschaft müssen sich engagierte Prominente fragen, ob sie sich ihre Solidarität mit unseren neuen Mitbürger_innen aus Gründen der Popularität noch leisten können/wollen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob eine dezidiert politische Geste überhaupt jemals beabsichtigt war. Denn so erfreulich es auch ist, wenn Personen, die im Rampenlicht stehen, ihre Vorbildfunktion nutzen, um Menschen in Not zu helfen und sich dabei auch noch gegen Rassismus einzusetzen: die Gründe für die massenhafte globale Migration werden dabei nur selten thematisiert (oder gar erschüttert). Welche Möglichkeiten verbleiben überhaupt, um – jenseits individueller Einzelaktionen – dringend notwendige gesellschaftsverändernde Prozesse zu unterstützen? Wie könnte die Zusammenarbeit mit politischen Initiativen aussehen, die Flüchtlingursachen wie Krieg und die Folgen einer unverantwortlichen Weltwirtschaft thematisieren? Und welche Funktion hat eigentlich die – auch von Regierung und Wirtschaft (WIRtschaft-Kampagne etc.) geforderte – „Willkommenskultur“? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren Gästen diskutieren.

Eine Veranstaltung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Podiumsgespräch mit:

Pierre Baigorry – Sänger (SEEED)
D.R.E.E.A. – DJ und Autorin
Dennis Eversberg – Soziologe (Kolleg Postwachstumsgesellschaften Uni Jena) Sevim Dagdelen – MdB (DIE LINKE)

Moderation: Marcus Staiger

 KARTEN 

Eintritt frei!



 TERMINE 

Donnerstag, 14.07.2016, 19:30 Uhr    Eintritt frei!




Ein Dankeschön

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