ULTRASCHALL BERLIN


Festival für neue Musik
von Deutschlandradio Kultur und kulturradio vom rbb


»Es gibt keine neutrale Stimme«, sagt der französische Philosoph Roland Barthes. Mehr als jedes Instrument ist die Stimme Träger individuellen, unverwechselbaren Ausdrucks, und das nicht nur im rein musikalischen Kontext. Seine Stimme zu erheben oder auch jemandem eine Stimme zu geben, bedeutet, sich als autonomes Subjekt zu äußern. Bis hin zur ›Stimme‹ an der Wahlurne.
Es geht nie nur um musikalische Sachverhalte, wenn von der Stimme die Rede ist. Dieses Wissen prägt auch Ultraschall Berlin in diesem Jahr. Durch das Programm zieht sich – in denkbar unterschiedlicher Weise – die Stimme als roter Faden. Sie knüpft als ›schön‹ geführte Stimme an die große Tradition des Liedgesangs an, sie wagt sich weit vor in die experimentelle Stimmbehandlung, die die Übereinkunft des Belcanto zur Disposition stellt. Vom Solo-Recital über vokale Kammermusik bis zum großen Orchesterlied reichen die Besetzungsvarianten. Aber es gibt die Stimme bei diesem Festival eben keineswegs nur als Sing-Stimme. Sie ist auch als Sprechstimme präsent, sei es im Kontext eines Orchestermelodrams oder bei der kunstvollen Lesung eines theoretischen Textes. Oder bei einer Lecture-Performance, die die ganze Rätselhaftigkeit der Stimme und ihrer medialen Verwertung vor Augen und Ohren führt.

Donnerstag, 19.01.2017, 20:00 Uhr

Marc Sabat
Asking ocean (2016) 45‘
für solistisches Streichquartett und 18 Instrumente
Uraufführung – Kompositionsauftrag von Ensemblekollektiv Berlin, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

PAUSE

Turgut Ercetin
Panopticon Specularities (2016) 36‘
für Ensemble
Uraufführung – Kompositionsauftrag von Ensemblekollektiv Berlin

Ensemblekollektiv Berlin
Bas Wiegers, Leitung

Donnerstag, 19.01.2017, 22:00 Uhr

Mischa Käser
LAVA (2010) 40‘
für einen Akteur

Mischa Käser, Stimme


Freitag, 20.01.2017, 17.00 Uhr

Harrison Birtwistle
Frieze 1 aus Pulse Shadows (1989-96) 4‘
Fantasia 3 aus Pulse Shadows (1989-96) 2‘
für Streichquartett

Harrison Birtwistle
9 Settings of Lorine Niedecker (1998/2000) 12‘
für Sopran und Violoncello

Harrison Birtwistle
Frieze 2 aus Pulse Shadows (1989-96) 3‘
Fantasia 4 aus Pulse Shadows (1989-96) 3‘
für Streichquartett

Enno Poppe
Freizeit (2016) 5‘
für Streichquartett

Helmut Lachenmann
Toccatina (1986) 6‘
für Violine solo

György Kurtág
Officium breve op. 28 (1988/89) 16‘
für Streichquartett

Daj Fujikura
Silence seeking solace (2013) 17‘
für Sopran und Streichquartett

Mojca Erdmann, Sopran
Kuss Quartett:
Jana Kuss, Violine
Oliver Wille, Violine
William Coleman, Viola
Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello


Freitag, 20.01.2017, 19.30 Uhr


İlhan Mimaroğlu
Agony (1965) 9‘
für Tonband

Iannis Xenakis
Nuits (1967) 10‘
für zwölf Stimmen

Vladan Radovanović
Voice from the Loudspeaker (1975) 5’
für einen Lautsprecher

Ivo Malec
Triola 1: Turpituda (1977) 10’
für fixed Media

Ivo Malec
Dodecameron (1970) 18‘
für zwölf Stimmen

Branimir Sakač
Umbrana (1973)
für zwölf Stimmen

Ivo Malec
Triola 3: Nuda (1977) 12’
für fixed Media

Vinko Globokar
Airs de voyage vers l’intérieur (1978) 17‘
für acht Stimmen, Klarinette, Posaune und Elektronik


Solistenensemble PHØNIX16
Timo Kreuser, Leitung
Daniel Plewe, Klangregie





 EINTRITT 

Vorverkauf: 15 €, ermäßigt: 10 €
Abendkasse: 15 €, ermäßigt: 10 €



 KARTEN 

Tickethotline Koka 36: 030. 61 10 13 13
VVK im Heimathafen Neukölln Büro | Karl-Marx-Straße 141, Vorderhaus, 3. Stock
Infos 030. 56 82 13 33







 TERMINE 

Donnerstag, 19.01.2017, 20:00 Uhr   
Donnerstag, 19.01.2017, 22:00 Uhr   
Freitag, 20.01.2017, 17:00 Uhr   
Freitag, 20.01.2017, 19:30 Uhr   
Freitag, 20.01.2017, 22:00 Uhr   




Ein Dankeschön

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