MICAELA JARY: SEHNSUCHT NACH SANSIBAR


Lesung im Rahmen der Neuköllner Sprachwochen

Sansibar war schon immer ein exotischer Sehnsuchtsort. Auch für drei junge Frauen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts zufällig an Bord eines Dampfers auf dem Weg nach Ostafrika kennenlernen: Die unkonventionelle Reederstochter Viktoria Wesermann, die junge Forschungs- reisende Antonia Geisenfelder und die verwöhnte Juliane von Braun, Tochter eines Winzers, bei dem der Sultan von Sansibar Wein kauft. Angekommen auf der duftenden Gewürzinsel geraten die drei in ein Wechselbad der Gefühle zwischen orientalischem Traum und dem Schatten von Sklavenhandel, blutigen Aufständen und Cholera.

Sehnsuchtsort ist Sansibar auch für die Autorin des Romans, Micaela Jary. Und so kann man SEHNSUCHT NACH SANSIBAR durchaus als Liebeserklärung verstehen. Aber nicht nur an das Archipel im Indischen Ozean, sondern auch an Micaela Jarys Ehemann. Denn das gemeinsame Traumziel Sansibar war bei einer ihrer ersten Verabredungen vor zwölf Jahren nur die erste von vielen Gemeinsamkeiten. „Afrika spielte in meinem Leben bisher eine relativ starke, wenn auch leise Rolle. Land und Leute übten schon immer eine große Faszination auf mich aus.“ Wenn Micaela Jary erzählt, dann spürt man ihre Begeisterung. Schon als kleines Mädchen lauschte sie gespannt den Geschichten von Großwildjagden und -transporten, die Micaelas Mutter von ihrem Großvater, Dr. Ernst Erhard Michaelis, einem der ersten Tierärzte im Hamburger Tierpark Hagenbeck, zu erzählen wusste. Ihr Vater, der Komponist Michael Jary, pflegte schon früh Freundschaften zu Vertretern der ersten freien afrikanischen Regierungen, so dass Konsulatsangehörige bei den Jarys ein und aus gingen. So wurde durch einen albernen Zufall auch der Schlager „Wir wollen niemals auseinandergehn“ zur ersten Nationalhymne Liberias.



EINTRITT 
frei


 TERMINE 

Mittwoch, 05.09.2012, 20:00 Uhr   




Ein Dankeschön

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