KRIEGSKINDER


Lesung mit Benno Fürmann aus "Hesmats Flucht - eine wahre
Geschichte aus Afghanistan" von Wolfgang Böhmer und anschließendes Gespräch
mit Mitarbeiterinnen der Kinder- und Jugendabteilung des Behandlungszentrums für
Folteropfer e.V. in Berlin

Zum Abschluss seiner erfolgreichen betterplace-Spendenaktion gemeinsam mit dem
Behandlungszentrum für Folteropfer e.v. (bzfo) in Berlin liest Benno Fürmann aus dem Buch
"Hesmats Flucht – eine wahre Geschichte aus Afghanistan" von Wolfgang Böhmer. Mit elf
Jahren entschloss sich Hesmat zur Flucht, nachdem seine Mutter gestorben und sein Vater
durch Gefolgsmänner der Taliban umgebracht worden war. Mittlerweile lebt der mit einer
Afghanin verheiratete Vater eines Sohnes in Österreich. 2014 hat er die österreichische
Staatsbürgerschaft erhalten.

Weltweit sind etwa 30 Millionen Kinder auf der Flucht
Von den Flüchtlingen weltweit sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche. Hesmats
Geschichte steht exemplarisch für das, was die jungen Patientinnen und Patienten des bzfo
erlebt haben: Tod, Gewalt, Hunger, Unsicherheit, Verlust von Familie, Heimat und Freunden.
Viele von ihnen leiden darunter und sind oft sprachlos. Sie haben Albträume, sind
zurückgezogen oder aggressiv und haben tief sitzende Ängste. Anderen Menschen
gegenüber sind sie häufig misstrauisch. Viele trösten auch ihre Eltern. Und werden zu
Dolmetscherinnen und Dolmetschern im Alltag, weil sie schneller Deutsch lernen. Eine viel
zu große Aufgabe für sie.

Therapeutische Arbeit mit FIüchtlingskindern und -jugendlichen
Die Gespräche mit Therapeutinnen und Therapeuten im bzfo helfen, neues Vertrauen in die
Umwelt zu gewinnen. Wenn das Sprechen schwer fällt, können die Jungen und Mädchen mit
Therapiesand oder Figuren Situationen nachstellen oder sich in der Musiktherapie mit
Instrumenten ausdrücken. Dort entdecken sie oft ihre kindliche Freude wieder und den Spaß
am Spielen. Sie lernen sich zu entspannen und ruhiger zu werden. Dadurch können
sie sich besser auf Dinge konzentrieren, die sie interessieren. In der Schule finden sie
besser Anschluss, schließen Freundschaften und können einfach wieder Kind sein.
Seit 2001 hilft die Kinder- und Jugendabteilung im Behandlungszentrum für Folteropfer e.V.
traumatisierten Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation im Exil, behandelt die Folgen von Kriegstraumata und fördert die weitere kind- und jugendgerechte Entwicklung. Insgesamt stehen 15 Therapieplätze zur Verfügung. Jährlich erhalten über 80 Mädchen und Jungen psychosoziale Beratung, Psychotherapie und nehmen Gruppen-angebote wahr. Die Kinder und Jugendlichen kommen zur Zeit aus Syrien, Somalia,
Tschetschenien, Afghanistan, Kenia und Eritrea. Mehr: www.bzfo.de/angebote/kinder.html.

Im Anschluss an die Lesung stehen die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Simone Wasmer und Nils Stakowski, der die soziale Arbeit in der Kinder- und Jugendabteilung des bzfo betreut, für Fragen zur Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingskindern und -jugendlichen zur Verfügung.


 KARTEN 

Eintritt frei - Um Spenden für die Arbeit der KJA wird gebeten



 TERMINE 

Freitag, 25.09.2015, 19:30 Uhr    Eintritt frei




Ein Dankeschön

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