KONTRAKLANG


"Slow Motions": JAKOB ULLMANN & ERNSTALBRECHT STIEBLER

In Zusammenarbeit mit CTM Festival

Jakob Ullmann und Ernstalbrecht Stiebler haben vieles gemeinsam, angefangen bei der tiefen Konzentration und Versenkung, die ihren Kompositionen innewohnt, bis hin zu ihrem Verhältnis zum Zeitmaß in der Musik. So ist es nur folgerichtig, beide Komponisten an einem Abend gegenüber zu stellen. Die Betreiber der Neue Musik Reihe Kontraklang und des CTM Festivals mögen sich den Phänomenen Ullmann und Stiebler von unterschiedlichen Seiten nähern; dieser Abend gilt jedoch der Schnittmenge ihres musikalischen Interesses.

Als Komponist in der DDR, der John Cage verehrte und der wie dieser die Klänge von Intentionalität und gesellschaftlicher Semantik befreien wollte, ist Jakob Ullmann naturgemäß immer wieder mit dem System in Konflikt geraten. Der Totalverweigerer des Wehrdienstes bei der NVA hat nach Lehraufträgen zur mittelalterlichen und Neuen Musik an verschiedenen Universitäten inzwischen eine Professur für Kompositionen an der Hochschule für Musik in Basel inne. Die stille Musik des Jakob Ullmann soll den Zuhörern die Möglichkeit geben, mehr und besser zu hören. Seine Partituren sind hintergründige Texte, die allererst enträtselt werden müssen. Sie haben oft den Charakter eines mehrfach überschriebenen Pergaments, dessen Textschichten radiert, übermalt oder überklebt wurden und das intensives Lesen erfordert.

Als einer der ersten deutschen Komponisten, der minimalistische Kompositionstechniken erprobte und anwandte, gehört Ernstalbrecht Stiebler zu den Pionieren einer streng reduktionistischen, repetitiven, am Klang orientierten Musik. Stieblers kompositorische Werke zeichnen sich vor allem durch minimalistische Verknappungen aus, wodurch die Klangräume, die sich um einzelne Töne herum eröffnen und ineinander greifen, besonders betont werden. Stiebler studierte Komposition und Piano an der Musikhochschule Hamburg, ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und erhielt zahlreiche Preise. Das CTM Festival 2013 widmete dem Komponisten einen Konzertabend. Das Berliner Plattenlabel m=minimal hatte einige Stücke neu veröffentlich und damit einen ersten Schritt hin zu einer neuen und breiteren Rezeption von Stieblers Werk gewagt.


Jakob Ullmann by Frank Bauer

Programm:

Jakob Ullmann*:

Solo I, für Flöte (1992/93 - 2010)
Solo II, für Fagott (1992/93 - 2010)
Solo IV, für tiefes Streichinstrument (2013/14)
Solo V, für Klavier (2013/2014)
(Simultanaufführung)

Erik Drescher – Flöte
Dafne Vincente-Sandoval – Fagott
Andreas Voss – Violoncello
Jane Dickson – Klavier

Ernstalbrecht Stiebler:

Im Raum, für Viola und Violoncello (UA)
Biliana Voutchkova – Viola
Andreas Voss – Violoncello

Quart solo, für Klavier (1998)
Ernstalbrecht Stiebler – Klavier

Duo 3, für Violine und Klavier (2005)
I. Alterationen; II. Unschärfen; III. Stillstand
Biliana Voutchkova – Violine
Ernstalbrecht Stiebler – Klavier

*Die Präsentation der Stücke von Jakob Ullmann wird unterstützt durch das Projekt SHAPE – Sound and Hetergenous Performance in Europe mit finazieller Unterstützung durch das Programm Creative Europe der Europäischen Union. – http://www.shapeplatform.eu


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Vorverkauf: 11 €, ermäßigt: 9 € ( zzgl. VVK-Gebühr)
Abendkasse: 13 €, ermäßigt: 10 €



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Montag, 02.11.2015, 20:00 Uhr   




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