DOROTHEA KOLLAND: WERKSTATT STADTKULTUR


Buchpräsentation

Kunst ist unbequem, manchmal ein Störfall

Den beiden Herausgebern dieses streitbaren Buches, dem Kulturnetzwerk Neukölln e.V. und der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., ist es ein Anliegen, diese Publikation der nunmehr ehemaligen, langjährigen Kulturamtsleiterin dort zu präsentieren, wo sie agierte. Mitten in Neukölln.

Adrienne Goehler, als Kultursenatorin und Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds langjährige Wegbegleiterin, wird im Gespräch mit Dorothea Kolland das Buch vor- und zur Diskussion stellen.

Eine weitere Gesprächspartnerin ist die Künstlerin
Seraphina Lenz, die mit der Werkstatt für Veränderung im Neuköllner Carl-Weder-Park von 2003 bis 2010 bewiesen hat, wie sich unter Beteiligung der Nachbarschaft ein umstrittener Park über der A 100 durch künstleri- sche Interventionen in einen Balkon für alle, eine Eintopfküche aus eigenem Anbau, eine Pferdekoppel, nächtlichen Lesesaal, eine Arena oder Schreibwerkstatt verwandeln kann.
Die Themen sind unverändert aktuell: Kultur und Stadtentwicklung, Interkulturalität, Diversity, multiperspektivische Geschichtsaufarbeitung, partizipative Stadtteilkulturarbeit, kulturelle Teilhabe – und werden immer wieder am Beispiel Neuköllns verhandelt.

Dieser Berliner Bezirk hat während und mit der Kulturarbeit Dorothea Kollands eine rasante Entwicklung erlebt. Hatten sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts großartige fort- schrittliche Traditionen ergeben, waren diese doch spätestens in den 80er Jahren einer müf- felnden Langweile mit eingesprenkelten Gewaltelementen gewichen, um Neukölln dann in den letzten Jahren zu einem hot spot von vibrierender Kreativität und belebender, herausfor- dernder Internationalität werden zu lassen.
In der Neuköllner Kultur ist eine aufregende Mischung aus selbstbewussten „Neuen Deut- schen“ und inzwischen immer internationaleren, innovativen Kunstaktivisten tätig – die dabei aber in einem wachsenden Spannungsverhältnis von Armut und sozialer Exklusion einerseits und Gentrifizierungstendenzen andererseits agieren. Immer aber geht es letztendlich um Kunst und deren Potenziale für die Gesellschaft.

 EINTRITT 






 TERMINE 

Montag, 27.05.2013, 20:00 Uhr   




Ein Dankeschön

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