GEBRANNTE KINDER


Versuch einer Empörung

Tür zu. Draußen schwelen die Brände.
Irgendwann werden wir wieder raus gehen müssen. Uns verhalten. (Uns in) die Verhältnisse stürzen.
Ein Stück über den Mythos der Selbstverwirklichung, die schleichende Demontage von Menschlichkeit und die eigene Impotenz im Angesicht der Möglichkeiten.
Und den Willen zur Veränderung.

"Weil wir nur Angst davor haben, die Stelle zu verlieren, den Kredit nicht abbezahlen zu können, uns kein neues Handy leisten zu können oder nicht schön genug zu sein, können wir die echte, rohe Furcht gar nicht mehr spüren."

Gebrannte Kinder – Versuch einer Empörung ist eine theaterpädagogische Produktion der Reihe ÜberLebensElixier der Theatercompagnie Suite42.

Welche Zukunft traust Du Dich zu träumen? Vor welcher hast Du Angst? Und welche willst Du selbst mitgestalten?
Zehn junge Erwachsene mit und ohne Theatererfahrung lassen sich von den Krisen der Zeit treiben, werden getrieben, versuchen auszusteigen.
Seit Oktober 2016 untersuchen sie, was sie wirklich bewegt, wie sie aktiv werden können – und warum sie es so selten tatsächlich tun.

„6 Stunden Schlaf, 11 Stunden arbeiten, 6 Stunden vorbereiten, 1 Stunde verzweifeln. #repeat #24/7
Trotzdem: Käfig ausmisten. Rad ölen. Weiter.“

Die gebrannten Kinder entfliehen für kurze Zeit den gesellschaftlichen Feuern, um neue Kraft und Ideen zu schöpfen, sie zu löschen. Sie isolieren sich in einer geschützten Kammer. Doch auch hier greifen die Feuer langsam um sich. Wie kann man etwas verändern, wenn man immer wieder den Überblick verliert?

"It’s just too complex."

„Die meisten Nachrichten, die ich mir mit dem morgendlichen Koffein zuführe, sind doch nur dazu geeignet, den Kaffee noch bitterer zu machen.“




suite42 bringt internationale Theater- und andere Künstler für Theaterprojekte zusammen, die sich mit geschichtlichen Knotenpunkten und besonders mit den Auswirkungen von Gewalt und Migration auf Einzelne und Gesellschaften befassen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Bühnenpräsentation, es wird auch immer ein Kontext aus akademischen und anderen künstlerischen Quellen geschaffen.
www.suite42.org

"Nur durch den stetigen Stachel der existentiellen Bedrohung konnte die höchste Kulturstufe der Menschheitsgeschichte erreicht werden. Der vermeintliche Lohn für das Individuum: Selbstverwirklichung. Radikal."

Von und mit: Ahmed Jenbaz, Ebaa Hwijeh, Friedrich Reuter, Julia Greschke, Julius Faber, Konstantin Bernstein, Kristina Rippen, Anna-Lena Klassen, Luise Köhler, Thimo Nieselt
Konzept und Regie: Wiebke Hagemeier, Christian Wehmeier
Bühne und Kostüme: Lisa Fütterer
Regie-Assistenz: Kirsten Eschner
Grafik: Tobias Kauer

"Der letzte Moment, in dem man noch was drehen kann."


Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten. 



Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

 EINTRITT 

Vorverkauf: 15 €, ermäßigt: 10 €



 KARTEN 

VVK im Heimathafen Neukölln Büro | Karl-Marx-Straße 141, Vorderhaus, 3. Stock
Infos 030. 56 82 13 33






 TERMINE 

Freitag, 10.02.2017, 19:30 Uhr   
Samstag, 11.02.2017, 19:30 Uhr   
Sonntag, 12.02.2017, 19:30 Uhr   




Ein Dankeschön

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