ANGEL OLSEN


My Woman - Konzert
Special guest: Tim Darcy

Jeder, der es gewagt hat, ANGEL OLSEN nach ihrem zweiten Album „Burn Your Fire For No Witness“ zu stigmatisieren, muss sich in Anbetracht ihres neuen Albums „My Woman“ auf eine erhebliche Überraschung einstellen. Wer an die Produktion des Vorgängers gewöhnt ist, dem sei gesagt: das Feuer lodert diesmal deutlich höher. Ihre entwaffnende und zeitlose Stimme steht noch mehr im Vordergrund als bisher und insgesamt kommt die Produktion leichter daher, auch wenn die außergewöhnliche, raue Kraft und die sich langsam abspulenden Beschwörungen ihrer früheren Werke bestehen bleiben. So, dass jeder, der OLSEN entweder als elliptische Außenseiterin oder aber als Pop-Persönlichkeit einordnen will, eines besseren belehrt wird - ANGEL OLSEN bewegt sich weiterhin mit einer eindringlichen Schrägheit und einer kultivierten Anmut genau zwischen diesen beiden Extremen.

Wenn man sich den Titel und die Tracklist mit Songs wie „Sister“ oder „Woman“ anguckt, so könnte man schnell eine geschlechterspezifische Botschaft in „My Woman“ ausmachen. Aber OLSEN hat ihre lyrischen Ergüsse nie sehr direkt verfasst. Sie erklärt: „Ich nutze definitiv Szenen, die sich wieder und wieder in meinem Kopf abspielen, genauso wie man ein Drehbuch schreibt und eine Erinnerung so manipuliert, dass sie passt. Aber ich denke, es ist wichtig, dass Menschen Dinge so interpretieren können, wie sie es wollen.

Dennoch gibt OLSEN zu, dass wenn sie zwischen dem lustigen und synthiegeladenen Song „Intern“ und den traurigeren Songs auf der zweiten Hälfte des Albums ein Thema ausmachen sollte, es wohl das „komplizierte Chaos, eine Frau zu sein und für sich selbst einzustehen“ wäre.

Auf ihren letzten beiden Alben hat sie uns mit einer hallverhangenen, poetischen Ohnmacht, geheimnisvollem Folk, Grunge-Pop-Klängen und unvergesslichen Fingerpicking-Sounds begeistert. „My Woman“ stellt eine anregende Ergänzung zu ihrer vergangenen Arbeit dar und ist zugleich ein Album für das OLSEN ihre bisherigen Schreib- und Aufnahme-Ansätze und Methoden neu kalibriert hat um eine neue Phase ihres musikalischen Schaffens einzuleiten. Einige Lieder hat sie auf dem Klavier geschrieben, das sie nach ihrer letzten Tour kaufte, tauschte bei ein paar Songs die Klavieraufnahmen aber später zu Synthesizer und/oder Mellotron aus, wie zum Beispiel auch beim bereits erwähnten „Intern“.

„My Woman” besteht aus einer einwandfreien A- und B-Seite, wobei die schnelleren, eher Pop/Rock-orientierten Songs zu Beginn zu finden sind und die längeren, nachdenklicheren eher zum Ende hin auftreten.


 EINTRITT 

Vorverkauf: 19 € (zzgl. VVK-Gebühr)
Abendkasse: 23 €



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Freitag, 26.05.2017, 21:00 Uhr    Ausverkauft




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